Deutschlandradio Neubau Redaktions- und Sendefläche FES8

Seit November 2015 arbeitet MCI für das Deutschlandradio an der kompletten Erneuerung der hörfunktechnischen Ausstattung der Redaktions- und Sendefläche FES8 in Berlin.

Deutschlandradio sendet als nationaler Hörfunk unter dem Dach von ARD und ZDF von seinen Standorten Köln und Berlin bundesweit und werbefrei drei Hörfunkprogramme mit den Schwerpunkten Information, Kultur und Wissen: Deutschlandfunk, Deutschlandradio Kultur und Deutschlandradio Wissen.

Deutschlandradio Kultur hat seinen Standort in Berlin. Im denkmalgeschützten Gebäude des nach dem zweiten Weltkrieg von den USA geschaffenen „RIAS Berlin“ wird ein ganzer Gebäudeteil entkernt und mit neuen Räumlichkeiten für eine Redaktions- und Sendefläche ausgebaut: zwei Selbstfahrerstudios, ein Cockpit, ein Nachrichtenstudio und 22 Redakteursplätze sollen komplett neu aufgebaut werden und im Herbst diesen Jahres in Betrieb gehen.

Hierfür werden von zwei MCI-Projektingenieuren und dem 6-köpfigen Montageteam als wesentliche Komponenten ein vernetztes DHD-Audiosystem, eine umfangreiche Blackbox-KVM, Lautsprecher von Geithain und eine Vielzahl von Sonder-Anschlussfeldern und Sondergeräteträgern installiert. Die Studiotische werden von MCI geplant und von der Firma Easy Pac gefertigt.

Das Projekt wurde fristgerecht im Dezember 2016 abgenommen.

rbb Aktuell geht mit MCI aus Berlin auf Sendung

Pünktlich zum 1. Dezember, um 19:30 ging die neue News-Regie des rbb mit der rbb Abendschau auf Sendung. Nach nur 8 Monaten Projektlaufzeit realisierte MCI eine voll automatisierte Nachrichtenregie am rbb- Standort Berlin. Den Auftrag, die Fernsehregie mit neuester HD-Technik und einer Aveco Studioautomation auszustatten, erhielt MCI im April 2016 im Rahmen einer EU-weiten Ausschreibung.

 

Die Planungs- und Installationsphase für dieses komplexe Projekt war ungewöhnlich kurz, somit verblieb jedoch eine ausreichende Zeit, um das Zusammenspiel der Regieautomation, des Redaktionssystems und aller Broadcastkomponenten ausgiebig zu testen und mit den neuen Gegebenheiten vertraut zu werden.

Grund für die Erneuerung ist der Umstellungsprozess auf eine vernetzte filebasierte Fernsehproduktion als Teil des Unternehmensprojektes „Medienübergreifendes Arbeiten im Programm“ (MAP). Das abschließende Vorhaben innerhalb von MAP ist die Erneuerung der Berliner Fernsehregie E

Für die Vor- und Live-Nachrichtenproduktion wurde eine Aveco Regieautomation integriert, die über eine Open Media Anbindung verfügt. Die Prozesse der vernetzten Systeme wurden optimal auf die Anforderungen der Redaktionen und des Betriebes angepasst. Darüber hinaus kann die Regie auch künftig als Zentralregie für Großveranstaltungen eingesetzt werden. Bei dieser Produktionsanforderung wird die Regie nicht durch die Regieautomation gesteuert, sondern wird klassisch mit dem notwendigen Bedienpersonal besetzt. Damit ergibt sich, dass jeder Arbeitsplatz auch manuell bedienbar sein muss, auch wenn er durch die Regieautomation gesteuert werden kann.

MCI ist bei diesem Projekt insbesondere für die Pflichtenhefterstellung, für die Automationsintegration und –Anbindung, Ausführungsplanung,  Installation, Konfiguration, Inbetriebnahme und Schulung der neuen HD-Regie E verantwortlich.

Das rbb Planungsteam bestand aus den verschiedenen rbb Fachgruppen und dem Projektleiter Stoffer Geiling von Flying Eye.
Der Generalunternehmer MCI hatte sieben Projektingenieure im Team sowie für die Montage die Firma Audioone aus Berlin eingesetzt.
Der reibungslose Ablauf des Projektes ist der hervorragenden Zusammenarbeit dieser gesamten Projektgruppe zu verdanken.

 

Die Abnahme der neuen Fernseh-Produktionstechnik erfolgte Ende November 2016, um den 1. Dezember 2016 als Sendestarttermin abzusichern.