MCI wird Premium Reseller für die DirectOut PRODIGY Serie

Auf der IBC 2019 gibt DirectOut die Zusammenarbeit mit der Studio Hamburg MCI GmbH bekannt. Ab sofort ist MCI Premium Reseller für die PRODIGY Serie von DirectOut. Mit der PRODIGY Serie bietet der Hersteller verschiedene modulare Audiokonverter für zahlreiche Formate mit flexibel konfigurierbaren Ein- und Ausgängen, Netzwerk-Audio und extrem leistungsfähiger Hard- und Software. Die Konzeption der Hardware ermöglicht den Einsatz in verschiedensten Anwendungsfällen, u.a. in Pro Audio, Broadcast sowie Installations- und Studioumgebungen.

Tim Grevenitz, Leiter Vertrieb MCI: „Wir freuen uns mit DirectOut einen Hersteller gefunden zu haben, der perfekt in unsere Strategie passt, unser Know-How- und Produkt-Portfolio für die IP Transformation in unserer Branche weiter auszubauen. Das modulare Konzept, eine Signalmatrix, Processing und die Möglichkeit der Formatwandlung zwischen unterschiedlichen Netzwerkaudio-Formaten wie RAVENNA, Dante oder AES67 in einem System ist schon sehr beeindruckend. Genau sowas wird heute vom Markt gefordert.“

 

Jan Ehrlich, Geschäftsführer DirectOut:

„Mit der neuen PRODIGY Serie haben wir das Potential geschaffen, den Herausforderungen des technologischen Wandels gut gerüstet zu begegnen. Die wachsenden Möglichkeiten bei der Integration verschiedenster Audioformate in moderne Medieninfrastrukturen erhöhen die Komplexität und erfordern aktuelles und stetig steigendes Fachwissen. Hierbei ist auch eine intensivere Unterstützung der Anwender notwendig. Mit MCI haben wir einen Partner gefunden, der diese Anforderungen in den Bereichen der Rundfunk- und Medientechnik kompetent erfüllt und unsere Kunden lösungsorientiert berät.“

 

Über DirectOut GmbH

Die DirectOut GmbH wurde 2008 gegründet und hat sich auf die Entwicklung hochwertiger und leistungsfähiger Audio-Formatwandler, -Interfaces und Signalverteilung für Rundfunk, Studio, Live und Installationsanwendungen spezialisiert.

Das Portfolio wird unter der Marke DirectOut Technologies® weltweit vertrieben und umfasst Produkte, die Brücken zwischen verschiedenen Audioformaten schlagen und damit den Umgang mit unterschiedlichsten Übertragungsformaten in der Praxis einfacher und flexibler machen. Die Palette unterstützter Audioformate beinhaltet: MADI, SoundGrid, Dante, RAVENNA sowie die Standards AES67 und SMPTE ST2110-30/31.

DirectOut Produkte werden weltweit vertrieben, Firmensitz ist in Mittweida, Deutschland.

Bildunterschrift: Tim Grevenitz, Jan Ehrlich

Soliton präsentiert mobilen Videoencoder mit neuer Ultra Low Latency

Soliton (IBC Stand 2.B11) präsentiert auf der IBC seine neueste Entwicklung mit starken Verbesserungen hinsichtlich der Ultra Low Latency. Der Partner von MCI setzt mit seinen mobilen H.265 Encodern bereits heute Maßstäbe für Live-Remote-Produktionen. Nun will der Hersteller bei der Außenübertragung bisher unerreichte Latenzzeiten demonstrieren.
Mit seiner neuesten Lösung erreicht Soliton eine Verkürzung der Gesamtlatenzzeit auf 50 ms von der Kamera bis zum Sender. Damit unterbietet der Hersteller seine eigene Bestzeit. Solitons mobiler Videoencoder Zao-S erreicht aktuell, bereits als die niedrigste End-to-End Zeit geltende, 240 ms.

„Initial angetrieben wurde die Entwicklung niedrigerer Latenzzeiten durch eine Partnerschaft von Soliton mit einem Automobilhersteller für autonomes Fahren.“, erklärt Mark Andrews, Head of Broadcast und Mobile Surveillance bei Soliton Systems Europe. „Autonomes Fahren, das sich auf Kameras verlässt, erfordert eine Latenzzeit von praktisch null. Wir haben es nun geschafft, unsere Innovation auf den Broadcastmarkt zu übertragen.“

Profitieren können davon nun Livestreaming Produktionen z.B. im Sport oder auch Anwender im Bereich verschlüsselter mobiler Überwachung.

Neben Innovationen im Bereich der Ultra Low Latency präsentiert Soliton den Besuchern der IBC weitere neue Lösungen wie einen cloudbasierten Videoswitch der die Anforderungen kleinerer Produktionsunternehmen bedient und eine neue Web-Management-Lösung.
Besucher der IBC können können die Innovationen auf dem Soliton-Stand 2.B11 erleben. Auch das Team von MCI ist vor Ort und zur Terminvereinbarung unter +49 (0) 40-6688 -3628 zu erreichen.

IP-Testlab bei MCI

Im Juni 2019 führte MCI ein IP-Testlab durch, um eine Migration von einer SDI- zu einer IP-basierten Struktur abzubilden. Als Grundlage diente der aktuelle Stand der SMPTE /EBU IP-Roadmap, mit dem Fokus auf NMOS Integration. Dem vorausgegangen war bereits ein Testlab in 2018, ebenfalls orientiert an der Roadmap, hier aber lag der Fokus noch auf dem Nachweis des zuverlässigen SMPTE-2110 „Standards“ und war zunächst als 1:1 Ablöse einer klassischen Basisband Struktur zu verstehen.

Ein Projektteam führte anhand eines  Versuchsaufbaus mit Komponenten unterschiedlicher Hersteller diverse Use Cases durch und präsentierte die Ergebnisse. Auf deren Basis wurden gemeinsam mit Kunden Umsetzbarkeit, Potenziale und Probleme einer netzwerkbasierten Infrastruktur diskutiert.

Ermöglicht wurde das IP-Lab 2019 durch die tatkräftigte Unterstützung der Hersteller und Unternehmen Cisco, Computacenter, Grass Valley, Lawo, LOGIC, Nevion, Phabrix, Plura, Riedel, Ross, Sony, Studio Hamburg Postproduction, Studio Hamburg IT-Services sowie TSL Products.

Wie schon im Jahr 2018 wurde im Juni 2019 ein Raum zur Begegnung von IP- und Broadcastwelt geschaffen in dem frei experimentiert und diskutiert werden konnte. In der Diskussion wurde nicht nur der technische Blickwinkel eingenommen, sondern die Umsetzbarkeit einer IP-basierten Struktur auch ganzheitlich, bspw. bezüglich Service- und Workflowstrukturen, betrachtet. Gleichzeitig fand ein Abgleich der aktuell erreichten Möglichkeiten mit der Roadmap zur Entwicklung des SMPTE Standards ST-2110 und ANWA NMOS-IS-04/IS-05 statt.

Fabian Röttcher, Projektleiter der MCI für das IP-Testlab, war zufrieden mit den Ergebnissen: „Video- und Audio-over-IP ist technologisch bereits heute zum Beispiel als Ersatz einer klassischen Kreuzschiene einsetzbar. Wir haben jedoch bewusst die Frage nach dem Workflow der Zukunft gestellt. Hier konnten noch nicht alle Fragen geklärt werden.“

In der Gesamtheit waren Fortschritte gegenüber dem letzten Jahr erkennbar. Es zeichneten sich allerdings auch neue Herausforderungen, insbesondere bezüglich der Einbindung neuer Workflows sowie der Fehleranalyse, ab. An diesen muss in der Zukunft weiter gearbeitet werden. Zufrieden zeigten sich auch die zahlreich erschienenen teilnehmenden Kunden seitens Universitäten und öffentlich-rechtlicher Rundfunkhäuser.

„Wir sind davon überzeugt, dass wir mit unseren Fragen einen wichtigen Weg eingeschlagen haben um die wahren Vorteile der Technologie gemeinsam mit unseren Kunden entwickeln zu können und nicht einfach bestehende Infrastruktur auf IP zu migrieren. Es stellen sich viele Fragen die deutlich über die reine Technologie hinausgehen. Daher haben wir es bewusst Testlab und nicht etwa  Showcase genannt.“, so Max Below, Geschäftsführer der MCI.

Damit offene Fragen beantwortet und entstandene Ansätze weiterentwickelt werden können, plant MCI bereits eine weitere Auflage des IP-Testlabs im Jahr 2020. Bei Interesse am IP-Testlab kann das Projektteam unter testlab@mci.de direkt kontaktiert werden.

BDA-Preis für MCI Projekt

Der neue Plenarsaal des Landtages Mecklenburg-Vorpommern im denkmalgeschützten Schweriner Schloss ist mit dem Preis des Landesverbandes Bund Deutscher Architekten Mecklenburg-Vorpommern (BDA-MV) ausgezeichnet worden. Der Plenarsaal wurde im Rahmen von Umbauarbeiten in den ehemaligen Festsaal verlegt und neu gestaltet. Auch die angrenzenden Bereiche wurden umgestaltet und kernsaniert. MCI verantwortete im Rahmen der aufwändigen Renovierung die Realisierung der medientechnischen Ausstattung.

Im Rahmen der Renovierung erhielt der Plenarsaal Remotekameras zur Liveübertragung der Landtagssitzungen. Zur Videosignalübertragung innerhalb des Landtages installierte MCI ein IP-basiertes Netzwerk. Des Weiteren wurde der Saal mit einem hochwertigen Beschallungssystem, drahtloser Mikrofontechnik sowie einem Hörassistenzsystem ausgestattet. MCI versorgte sämtliche Abgeordnetensitzplätze mit einer Sprechstelle und Tischanschlussfeldern  zur Datenübertragung. Neben dem Plenarsaal richtete MCI einen Produktionsbereich mit einer Tonkabine und einer Video- und Tonregie sowie mit einem Postproduktionsplatz ein.

Zur Realisierung des Projektes setzte MCI Kernkomponenten der Hersteller Axxon, Crestron, Fohhn, Sennheiser, Shure und Yamaha ein. Mit der Abnahme im November 2017 wurde das Projekt erfolgreich abgeschlossen. Der BDA-Preis MV wurde 2019 zum fünften Mal ausgelobt. Der Neubau des Plenarsaals ist eines von zwei Projekten, das eine Auszeichnung durch den BDA-Preis MV 2019 erhielt.

MCI neues Mitglied bei AVIEA

Seit Beginn des Jahres ist MCI Mitglied des Branchenverbandes AVIEA. AVIEA ist die Vertretung der internationalen „Audiovisual Integrated Experience Association“ in der Region DACH und repräsentiert als Verband die Interessen der audiovisuellen Informations- und Kommunikationsindustrie in diesem Raum.
Als Verband vereint AVIEA Vertreter aller Bereiche der gewerblichen AV/IT-Industrie, von Medien- und Präsentationstechnik, Veranstaltungstechnik, Videoconferencing, Digital Signage über Beleuchtung und Lichttechnik bis hin zur Informationstechnik.

„Die Nachwuchsarbeit der AVIEA und das CTS Kompetenzprogramm, zur Weiterbildungen und Zertifizierungen unserer Mitarbeiter empfinden wir als sehr zukunftsweisend. Diese Arbeit möchten wir durch unsere Mitgliedschaft unterstützen“, so Maximilian Below, Geschäftsführer MCI.“

Der Bedarf von Unternehmen Konferenz-, Besprechungs- und Schulungsräume oder Besprechungsinseln, Think-Tanks und Büros mit innovativer Medientechnik auszustatten steigt. Solche Räume und Technologien unterstützen Mitarbeiter in einer modernen und digitalen Arbeitswelt. Maßgeblich für die Ausstattung der Räume sind die sogenannten 4 Cs. Schlagworte wie Collaborate (zusammen, von überall, Standortübergreifend und Cloud basierte arbeiten), Communicate (schnell und effizient Kommunikation, beispielsweise über integrierte Videokonferenz), Concentrate (auf das Ziel fokussieren, ein Spielplatz für kluge und Kreative Köpfe in einem Think-Tank) und Contemplate (Räume für eine Auszeit, eine Kreativpause oder eine Gedächtnisbereinigung) sind die Vorgaben für die medientechnische Ausstattung . Über den Verband sieht MCI sehr gute Ansätze zum Abgleich mit Planern und Herstellern zu diesen Themen, um Kunden bedarfsgerechte Lösungen bieten zu können.

Der 1939 gegründete Fachverband mit weltweit mehr als 5.400 Mitgliedern in 80 Ländern setzt sich für die Stärkung der AV-Branche ein und ist Betreiber der InfoComm-Fachmessen und Teilhaber an der Integrated Systems Europe (ISE).

AVIEA setzt sich unteranderem dafür ein, junge Menschen durch Nachwuchsarbeit und Hochschulmarketing bereits früh für die AV/IT-Industrie zu begeistern, um so qualifizierte Mitarbeiter, z.B. AV/IT-Techniker, Fachplaner, Projektmanager zu gewinnen. Des Weiteren sollen mit dem Programm zum Certified Technology Specialist (CTS) – eine Kompetenzzertifizierung nach ISO/IEC 17024:2012 – das tiefgründige AV/IT-Fachwissen der Mitarbeiter, mit einer akkreditieren Qualifikation regelmäßig aktualisierte und geprüft werden.

Die europäische Zentrale von AVIEA, die vor allem die Verbandsmitglieder der DACH-Region betreut, befindet sich in München. Weltweit gibt es zahlreiche weitere Standorte des international agierenden Verbands.

DTC Domo Broadcast im On-Board-Einsatz beim Hankook 24-Stunden-Rennen in Dubai

Mit acht drahtlosen Kamerasystemen von DTC Domo Broadcast produzierte die Kölner Firma 0221 Mediagroup exklusive On-Board-Perspektiven des Hankook 24-Stunden-Rennens in Dubai. Auch die vorangegangenen Rennen wurden bereits mit dem gleichen Setup durchgeführt.

Das Rennen in Dubai ist Teil der „24h Series powered by Hankook“. Bei dem Rennen vom 10. bis 12. Januar starteten insgesamt 75 Fahrzeuge, um die 24 Stunden von Dubai auf dem 5,4 Kilometer langen Kurs zu bestreiten. Für die On-Board-Systeme in den Fahrzeugen und die Berichterstattung an der Pitlane kam die Drahtlostechnik von DTC Domo Broadcast- zum Einsatz, die von Studio Hamburg MCI an 0221 geliefert wurde. Die acht Systeme bestanden jeweils aus einem SOLO7 OBTX Sender und einem SOLO7 1W Nano Amp Verstärker. Um eine flächendeckende Berichterstattung um den gesamten Kurs zu gewährleisten, wurden die Signale von mehreren PRORXD 2HE 8-Wege Receiver empfangen und verarbeitet.

Sebastian Scholz, Geschäftsführer der 0221 Mediagroup, sagte: „Als ein international agierender Broadcast Service Dienstleister, haben wir eine Menge Erfahrung mit verschiedenen Drahtlos-Systemen auf dem Markt gemacht. Motorsport ist dabei eines von vielen Einsatzgebieten, das wir abdecken wollen. DTC hat uns im Vergleich zu anderen Herstellern, durch die hohe Flexibilität ihres Drahtlossystems überzeugt. Vor allem im Hinblick auf den PRORXD 8-Wege Empfänger und den OBTX ClipOn Sender, können wir schnell, sicher und vor allem einfach auf die dynamischen Bedürfnisse unserer Kunden eingehen.“

Richard Hardege, Projektingenieur im Vertriebsteam bei MCI, sagte: „Das System von DTC zeichnet sich durch eine hohe Performance aus. Es ersetzt ein System bei 0221, das annähernd doppelt so viele Empfangspunkte benötigte und somit teurer und komplexer im Aufbau war. Nach erfolgreichen Tests des OBTX Senders und der PRORXD Empfänger mit 8 RF Inputs und zusätzlicher Fibre-Converter im Rahmen eines Rennens der „24h Series“ in 2018, war schnell klar, dass die Projekte der 0221 Mediagroup dadurch effizienter und zugleich günstiger umzusetzen sind.“

Bei einem Testlauf in Silverstone Anfang 2018 installierte MCI einen einzigen Empfangspunkt an einem strategisch positionierten 25m hohen Steiger im Norden der Strecke. Von dort aus konnte man nahezu die gesamte Rennstrecke abdecken. Lediglich ein kleiner Bereich der Gegengerade im Süden der Strecke sorgte für Glitches. Durch das Hinzufügen einer weiteren, per Fiber abgesetzten Empfangsstation, war eine hundertprozentige Abdeckung vor, während und nach dem Rennen gewährleistet.

Hardege fügte hinzu: „Die Nutzung des Steigers sorgt dafür, dass das System sehr schnell, einfach und kosteneffizient in Betrieb zu nehmen war. Der PRORXD Empfänger ist dabei das ideale Werkzeug für die Realisierung der On Boards. Im Wesentlichen haben wir die Anzahl der Empfangspunkte, die für die Rennsaison benötigt wurden, durch die Nutzung des PRORXD halbiert.“

Einige der Fahrzeuge wurden mit SOLO7 OBTX Transmittern mit 1W Verstärkern ausgestattet. Spezielle flache Omni-Antennen an den Fahrzeugen komplettieren das Sendesystem.

Der SOLO7 OBTX Transmitter ist ein kompakter Clip On COFDM Videosender, welcher speziell für den Einsatz bei Außenübertragungen entwickelt wurde. Der SOLO7 1W Nano Amp ist ein kleiner 1W COFDM Verstärker, der sich aufgrund seiner Baugröße sehr gut für kompakte Installationen eignet.
Der PRORXD Dual Receiver und Decoder bietet eine herausragende HF Performance in Verbindung mit einer extrem flexiblen Decoding Plattform.

DTC’s Vice President, Broadcast Sales, JP Delport, sagte: „Das Paket aus SOLO7 Transmittern und PRORXD ist schnell zur ersten Wahl für Drahtlosanwendungen im Motorsport geworden und wird weltweit vermehrt bei solchen Events eingesetzt. Dies bringt eine ganze Reihe neuer und aufregender Anwendungen und Ideen hervor, welche auch aufgrund unserer Erfahrung und der performanten Lösungen erfolgreich umgesetzt werden können.“

Radio Bremen geht mit von MCI erneuertem TV-Komplex On Air

Im Sommer 2017 schrieb Radio Bremen die Erneuerung des TV-Komplexes europaweit aus. MCI konnte sich letztendlich u.a. aufgrund der detaillierten Migrations- und Optimierungskonzepte gegen den Mitbewerb durchsetzen und erhielt im Herbst 2017 den Auftrag zur Erneuerung des TV- und Event-Komplexes aus dem Jahr 2006.

Kernziele der TV-Komplex Erneuerung waren die durchgängige Produktion in HD, die Optimierung der Workflows, die Erhöhung der Betriebssicherheit und natürlich
Einsparungen bei den Betriebskosten.

Neben dem umfangreichen 3G-HD-Umbau der Infrastruktur, wurde im Rahmen des Projektes erstmalig für Radio Bremen eine Mosart Regie-Automation eingesetzt. Auch das neue, u.a. zur Sendeablaufplanung notwendige Redaktionssystem OpenMedia, war Teil dieses Projektes. OpenMedia verfügt im System von Radio Bremen über eine Vielzahl von Schnittstellen u.a. zur Verarbeitung von Fremdrechteinformationen, Honoraranforderungen und zur Archivierung. Weiterhin ist das Content Management System VPMS an OpenMedia angebunden.

Das neue TV-Studio hat einen realen und einen virtuellen Bereich. Um Schalten, lebensgroße Personen und Augmented Reality-Elemente ins Studio zu holen, entschied sich Radio Bremen nach einem Shootout für das virtuelle Studio Xpression von Ross Video, inklusive der MOS Anbindung an das Redaktionssystem. Zur weiteren Verbesserung des Produktionsablaufes wurde das Studio mit drei Furio Schienen Robotiken, ebenfalls von Ross ausgestattet, die auch die Trackingdaten für das virtuelle Set liefern.

Das reale Set im Studio und das virtuelle Set werden in bestimmten Formaten durch das stilistische Mittel eines Ganges der Moderatorin bzw. des Moderators miteinander „verbunden“. Der Übergang ist also fließend.
Die Optimierung der Abläufe in Studio und Regie wird unter anderem durch Einführung der Regie-Automation und der Kamerarobotiken erzielt. Dadurch konnte eine deutliche Fokussierung des Personalaufwandes im Studio und in der Regie gegenüber dem vorherigen Stand erreicht werden.

Ein weiteres wichtiges Element für effizientere Arbeitsabläufe ist die Einführung des Redaktionssystems. OpenMedia deckt den kompletten Workflow von der Recherche und crossmedialen Themenplanung regionaler Themen für TV, Hörfunk und Online bis zum Playout ab. Darüber hinaus kommt das Redaktionssystem in der Sendungsnachbereitung zur Datenübertragung an Drittsysteme für die Honorar-, Fremdrechte- und Archivierungsworkflows zum Einsatz. Das StudioDirector Plugin von OpenMedia unterstützt zudem die Workflows einer automatisierten Studio-Produktion.

Die gesamte Erneuerung der Produktionstechnik erfolgte im laufenden Betrieb. Hierzu wurde ein detailliertes Migrationskonzept gemeinsam mit dem Kunden entwickelt, welches auf einen Parallelbetrieb von alter und neuer Technik setzte. Während dieser Phase wurde in der Event-Regie und aus einem zweiten Studio produziert. Das Migrationskonzept betrachtete eine Vielzahl von Komponenten und Arbeitsschritten zum reibungslosen Ablauf. So wurde beispielsweise ein neues KVM Matrixsystem bestehend aus 2 ControlCenter-Compact 80Port des Herstellers G&D installiert. Das neue CATCenter Neo vereinigte mit Hilfe der Bridge-Funktionalität analoge KVM-Komponenten aus dem Alt-Bestand mit zwei neuen digitalen Matrizen im TV- Komplex. Die bestehenden analogen KVM-Komponenten konnten so weiterhin betrieben werden. Auch wurden das Steuerungssystem, AV-Kreuzschienen, Grafiksysteme und viele weitere Systeme schrittweise integriert, umgeschwenkt und Altgeräte anschließend deinstalliert.

Auch der Umschwenk von der alten SD-Kreuzschiene zur neuen zentralen, IP-fähigen Imagine Platinum IP3 Kreuzschiene erfolgte über verschiedene Phasen und behinderte den Sendebetrieb zu keiner Zeit. Die externen Bereiche wie SAW oder HSR wurden, teilweise über LWL, ebenfalls im laufenden Betrieb angebunden.

Des Weiteren entschied sich Radio Bremen unter anderem für LDX Kameras von Grass Valley samt Fujinon Optiken, Displays von TV-Logic und Panasonic, Lynx Infrastruktur, einer Stagetc Nexus Audio Kreuzschiene, einem Sony MVS Bildmischer und vielen weiteren Komponenten wie Aja, Vidigo, Autoscript, Sennheiser, Wohler, Riedel, Clear-Com, Eyeheight, plura, Apple und Harmonic.

Im Studio wurde ein neues hybrides Set Design mit neuen Beleuchtungselementen eingeführt. Das Studiodesign und der Studiobau sind durch Radio Bremen beigestellt worden. Hierzu lieferte MCI neue LED Stufenlinsenscheinwerfer und Lichtwannen von Arri und ein Steuerungssystem von MA Lighting.

MCI war bei diesem Projekt für die Erstellung eines Gesamtpflichtenheftes (bestehend aus den Teilen Steuerungssystem, Automation, Redaktionssystem mit Anbindungen an VPMS, Robotik und VR-System) und der dazugehörigen Compliance Matrix, für die Integration und Anbindung des Redaktionssystems und der Studioautomation, die Ausführungsplanung, Installation, Konfiguration, Inbetriebnahme und Schulung des neuen TV-Komplexes als Generalunternehmer verantwortlich.

Torsten Andresen, Head of Systems bei MCI und Projektleiter für dieses Projekt, lobt die enge Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten: „Der reibungslose Ablauf des Projektes ist der hervorragenden Zusammenarbeit der gesamten Projektgruppe (bestehend aus Radio Bremen, Bremedia Produktion, den Ingenieurbüros Gehlen und Muuß sowie MCI) zu verdanken und war entscheidend für den Erfolg des Projektes.“

André Busjaeger, Leitung Koordination Technik bei Radio Bremen und Gesamtprojektleiter freut sich über das gelungene Projekt. “Trotz der sehr schwierigen Rahmenbedingungen sind wir im vorgesehenen Zeitplan geblieben, das gilt auch für das avisierte finanzielle Budget. Auch die immer bei so einem Projekt auftretenden unvorhersehbaren und teilweise sehr komplexen Fragestellungen wurden gemeinsam zielorientiert und seriös abgearbeitet“.

Lars Rosentreter, redaktioneller Projektleiter: „Das war wirklich gutes Teamwork von MCI, Produktion, Technik und Redaktion. Jetzt haben wir eine modernes Studio, das uns die Chance bietet, den Zuschauern Themen modern und anschaulich aufzubereiten. Gerade im virtuellen Bereich steckt jede Menge Potential.“

Der finale Umschwenk auf die neue Technik geschah in der Nacht zum 9. Februar 2019, so das Radio Bremen erstmalig am Samstag mit dem neuen Produktionskomplex senden konnte.

Fotos © Radio Bremen

10. Jubiläum der Hamburg Open ein großer Erfolg

Hamburg Open goes Hamburg Messe

Am 17. Januar fand bereits die 10. Hamburg Open auf dem Studio Hamburg Gelände statt. Das von MCI durchgeführte Event für Broadcast-, Medien- und Produktionstechnik ist mittlerweile zum festen Termin in der Branche geworden und lockte mit Vorträgen und 83 Ausstellern auch in diesem Jahr wieder viele Besucher an.

„Es hätten auch noch mehr Aussteller werden können, doch uns fehlt es leider an Platz.“, so Max Below, MCI Geschäftsführer. „Zum einen waren wir so früh ausgebucht wie noch nie und hatten in der Folge eine zu lange Warteliste. Wir wollen weiteren Partnern, z.B. aus der Radio- und AV-Medientechnik auch eine Teilnahme ermöglichen. Zudem haben die Studios mittlerweile eine so hohe Auslastung mit Entertainment- und Serienproduktionen, dass uns perspektivisch die Ausstellungsflächen nicht sicher sind. “

Um dem Potential für eine Weiterentwicklung Rechnung tragen zu können, wird MCI die Hamburg Open daher ab 2020 in Kooperation mit der Hamburg Messe und Congress GmbH (HMC) ausrichten. Die einzigartige Charakteristik und Atmosphäre des Branchentreffs, sich bei einer Art „Klassentreffen“ zum Jahresauftakt entspannt austauschen zu können, wird auf jeden Fall beibehalten. Eine durchweg positive Resonanz gab es hierzu bereits in der Vorbereitung und auf den Hamburg Open selber.

„Durch die Zusammenarbeit und den Umzug in die Messehallen, legen wir den Grundstein für weiteres Wachstum und bieten der Branche neue Möglichkeiten, sich und ihre Innovationen zu präsentieren.“, erklärt Bernd Aufderheide, Vorsitzender der Geschäftsführung der HMC.

„Die Hamburg Messe hat exzellente Räumlichkeiten, liegt zentral in Hamburg, ist infrastrukturell bestens angebunden und verfügt über sehr viel Knowhow in der Vorbereitung und Durchführung von Messen. Die besten Voraussetzungen, um das Event zu erhalten und weiter zu entwickeln.“, ergänzt Tim Grevenitz, Leiter Vertrieb & Marketing der MCI.

Auch die Jubiläumsveranstaltung fand wieder in gemütlicher Atmosphäre statt und bot erneut die Möglichkeit zum regen Austausch über die neusten Branchentrends und Produkthighlights.

Hersteller wie Arri, Dalet, Ross Video, Sony, DTC Domo Broadcast, Dimetis, AJA, nachtblau oder Shure lockten die Besucher außerdem mit aktuellen Themen in den Vortragsraum.

Nebenbei hat MCI eine neue Außendarstellung präsentiert.

Max Below dazu: „Wir glauben das wir die Vielschichtigkeit unserer Märkte so noch fokussierter ansprechen können und haben MCI daher als Marke noch klarer hervorgehoben. An der Bindung zu Studio Hamburg ändert sich aber nichts.“

Die nächste Hamburg Open findet dann am 22. & 23. Januar 2020 im Zentrum von Hamburg auf dem Messegelände statt.